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Refertilisierungsoperation - Die häufigsten Fragen

Wie hoch sind die Erfolgschancen bei einer Refertilisierung?
Gibt es Statistiken über die Erfolgsquote?
Wie viele Refertilisierungsoperationen hat Prof. Sommer bereits durchgeführt?
Wo wird der Eingriff vorgenommen?
Wird die OP unter Vollnarkose durchgeführt oder auch unter Lokalanästhesie?
Wie hoch sind die Kosten des Eingriffs?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten ganz oder teilweise?
Welche Komplikationen können auftreten?
Muss immer ein Vorgespräch vor dem Eingriff erfolgen?
Wird der Eingriff wirklich von Prof. Sommer selbst durchgeführt?
Wie lange darf die Vasektomie her sein?
Wie lange muss ich nach der Operation zu Hause bleiben?
Ab wann kann ich überprüfen, ob die OP erfolgreich war?
Worauf sollte ich bei der Wahl des Operateurs achten?

 

Wie hoch sind die Erfolgschancen bei einer Refertilisierung?

Prof. Sommer ist ein international anerkannter Spezialist für mikrochirurgische Refertilisierungsoperationen. Pro Jahr führt er am Institut für Männergesundheit des UKE etwa 100 Vasovasostomien durch, bei 90 Prozent der Patienten eine beidseitige Vasovasostomie (Verbindung von Samenleiter zu Samenleiter). Seine Erfolgsquote spricht für sich: Bei über 97 Prozent der Patienten konnten nach dem Eingriff Spermien im Ejakulat nachgewiesen werden. Damit kommen die behandelten Männer ihrem Kinderwunsch nach der erfolgreichen Refertilisierungsoperation ein ganzes Stück näher.

Kein einziger Patient benötigte im letzten Jahr beidseits eine Vaso-Epidimostomie. Bei dem Eingriff wird auf der einen Seite Samenleiter an Samenleiter zusammengefügt. Und auf der anderen Seite wird eine Vaso-Epididimostomie durchgeführt. Hier beträgt die Wahrscheinlichkeit 50 Prozent, dass das Ejakulat Spermien enthält. Bei den Männern, bei denen sowohl eine Vasovasostomie als auch eine Vaso-Epididimostomie erforderlich war, traten in fast 97 Prozent der Fälle Spermien im Ejakulat auf.

Grundsätzlich kann die Spermienproduktion aus einem Hoden ausreichend sein, um eine Schwangerschaft herbeizuführen. Ein Beispiel dafür sind auch die Patienten von Prof. Sommer, die einen Hoden durch einen Unfall oder operativen Eingriff verloren bzw. entfernt bekommen haben – und die trotzdem problemlos auf natürlichem Weg, ohne künstliche Nachhilfe, Kinder gezeugt haben. Wenn etwa eine Seite, wie bei der Vaso-Epididimostomie, nur eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Durchgängigkeit hat, sieht man im Gesamtejakulat sowohl die Spermien des rechten und linken Hodens. Kritisch wird es, wenn die Spermienzahl reduziert ist und unterhalb der WHO-Empfehlung liegt: Dann sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

In der Sprechstunde von Prof. Sommer erfolgen grundsätzlich eine gründliche körperliche Untersuchung, eine Blutabnahme zum Nachweis, dass die Spermienproduktion noch angeregt ist und eine Ultraschalluntersuchung. Außerdem führt Prof. Sommer immer ein ausführliches Beratungsgespräch mit seinen Patienten. 

Warum beträgt die Erfolgsrate nicht 100 Prozent?

Es gibt immer wieder mal entzündliche Prozesse, die dazu führen, dass die feine empfindliche Schleimhaut der Samenleiter verklebt und die Spermien nicht mehr ungehindert ins Ejakulat wandern können. Zusätzlich besteht auch die Gefahr, dass sich Narbengewebe bildet. Dieses führt manchmal zu kleinen Wucherungen. Diese kleinen Erhebungen können in ganz seltenen Fällen den Weg der Spermien durch den Samenleiter blockieren. Prof. Sommer achtet daher sehr darauf, dass diese beiden Faktoren so gut wie nie auftreten. Unter anderem erfolgt während der Einleitung der Narkose, bevor die Operation durchgeführt wird, die Gabe eines speziellen Antibiotikums. Damit wird das Risiko einer Infektion so gering wie möglich gehalten.

Bei der Umkehrung der mikrochirurgischen Operation einer Vasektomie sind zwei Erfolgsraten zu berücksichtigen:

  1. Die Durchgängigkeits-Rate – damit das Ejakulat wieder Spermien enthält
  2. Die Schwangerschaftsrate – also der erfolgreiche Versuch einer Schwangerschaft

Durchgängigkeits-Erfolgsrate (Erfolgsquote)

Die Durchgängigkeits-Erfolgsrate zeigt auf, wie operativ versiert ein Mikrochirurg ist. Unter anderem hängt das natürlich auch davon ab, wie gut die Patienten im Vorfeld selektiert und aufgeklärt wurden.

Anhand der Durchgängigkeitsrate lassen sich die mikrochirurgische Fähigkeiten des Operateurs erkennen. Prof. Sommer schreibt Erfolgsraten nur, wenn Spermien im Ejakulat zu sehen sind und diese sich bewegen. Andere Operateure beschreiben eine Erfolgsrate als gegeben, wenn Ejakulat auch nicht bewegliche Spermien bzw. „tote“ Spermienköpfe enthält. Hintergrund: Tote Spermien oder vereinzelt lokalisierte Spermienköpfe können eine Art Herauswaschung alter Spermien sein – und daher keine Indikation für eine Durchgängigkeit.

Anhand dieser Tabelle lässt sich gut erkennen, dass etwa 3 Monate nach der Operation bei ca. 80 Prozent der operierten Männer bewegliche Spermien im Ejakulat nachgewiesen werden konnten. Bei einer Epididymovasostomie dauert es länger, bis mobile Spermien im Ejakulat auftreten – manchmal mehrere Monate oder auch Jahre.

Bei Prof. Sommer liegt die Durchgängigkeitsrate bei über 97 Prozent, wenn während der Operation mobile Spermien gefunden werden. Sollten während der Operation keine mobilen Spermien gefunden werden, liegt die Erfolgsquote bei über 94 Prozent.

Das Alter der Patienten und der zwischen Vasektomie und Refertilisierungsoperation liegende Zeitraum ist für die Gesamt-Erfolgsrate von Prof. Sommer unerheblich. Die Datenlage zeigt allerdings: Bei Männern, bei denen die Vasektomie noch nicht so lange zurückliegt, ist nach der Refertilisierungsoperation ein geringerer Zeitraum nötig, damit im Ejakulat Spermien vorzufinden sind.

Warum ist die Durchgängigkeitsrate bei einer Vaso-Epididymostomie geringer?

Das liegt unter anderem daran, dass die Nebenhodenkanälchen einen wesentlich geringeren Durchmesser haben als die Samenleiter. Wenn sich hier Narbengewebe bildet, kann es für die Spermien auf ihrem Weg in den Samenleiter schwierig werden.

Gibt es Statistiken über die Erfolgsquote?

Ja, die gibt es. Prof. Sommer war jahrelang Oberarzt an der Universitätsklinik Köln und ist seit 2005 Universitätsprofessor für Männergesundheit und mikrochirurgischer Spezialist am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

In beiden Universitätskliniken hat er regelmäßig wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Refertilisierung durchgeführt und es wurden zahlreiche Statistiken bezüglich seiner Erfolgsquote erstellt.

Wie viele Refertilisierungsoperationen hat Prof. Sommer bereits durchgeführt?

Prof. Sommer hat bereits über 1.500 Refertilisierungsoperationen durchgeführt. Dies umfasst sowohl Vasovasostomien (auch Vaso-Vasostomien geschrieben) als auch die (komplexeren) Vaso-Epididymostomien.

Er ist einer der mikrochirurgisch versiertesten Operateure weltweit. Prof. Sommer führt seit vielen Jahren ausschließlich genitalchirurgische (in der Regel mikrochirurgische) Eingriffe durch. Dabei setzt er Mikroskope mit bis zu 24facher Vergrößerung ein, um ein optimales Operationsergebnis zu erzielen.

Wo wird der Eingriff vorgenommen?

Die Operation erfolgt im Anästhesiezentrum Hamburg (AZH) auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das AZH liegt nur wenige Schritte entfernt vom Institut für Männergesundheit und zeichnet sich durch hochmoderne Operationsräume und Technik aus.

Wird die OP unter Vollnarkose durchgeführt oder auch unter Lokalanästhesie?

Die Operation wird nur unter Vollnarkose durchgeführt. Der Grund ist die hohe Präzision mit der Prof. Sommer arbeiten muss, um die feinen und sensiblen Strukturen der Samenleiter wieder erfolgreich zusammenzuführen. Die Fäden, die für diesen Eingriff verwendet werden, sind beispielsweise so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Daher nutzen wir Mikroskope mit bis zu 24facher Vergrößerung.

Würde die Operation unter Lokalanästhesie durchgeführt, könnte sich der Patient bewegen. Jede noch so kleine Bewegung würde bei einem solch präzisen, mikrochirurgischen Eingriff extrem stören und den Erfolg der Operation gefährden.

Wie hoch sind die Kosten des Eingriffs?

Die Kosten der Refertilisierung enthalten den Eingriff mit extrem hochwertigem Nahtmaterial sowie die in der Regel etwa zweistündige Vollnarkose im OP und die Nachsorge. Im Fall der komplexeren Vaso-Epididymostomie kommen keine unkalkulierbaren Mehrkosten auf Sie als Patient zu. Mehr zu den Kosten der Operation >

Sehr gerne geben wir Ihnen hierzu telefonisch oder im persönlichen Gespräch nähere Auskunft.Sprechen Sie unser Team darauf an. Kontakt

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten ganz oder teilweise?

Nein, bei einer mikrochirurgischen Refertilisierungsoperation erfolgt keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen oder privaten Krankenkassen.

Welche Komplikationen können auftreten?

In weniger als drei Prozent der Fälle (so ist es in der internationalen Literatur beschrieben) können Infektionen auftreten. Daher achten wir nicht nur auf absolute operative Keimfreiheit, sondern verabreichen allen Männern unmittelbar vor Beginn des operativen Eingriffs ein Antibiotikum über die Vene. Dieses Antibiotikum wird dann weitere 5 Tage nach der Operation in Form von Tabletten zur Prophylaxe eingenommen, sodass es nicht zu Infekten kommen soll.

In 50 Prozent der Fälle treten in den ersten Tagen nach dem Eingriff an der operierten Stelle leichte bis mittelgradige Druckgefühle und lokales „Unwohlsein“ auf. Diese können mit Schmerzmitteln behandelt werden.

Muss immer ein Vorgespräch vor dem Eingriff erfolgen?

Uns ist wichtig, dass Sie die bestmöglichen Chancen auf Erfolg haben, wenn Sie sich diesem Eingriff unterziehen. Aus diesem Grund ist immer ein Vorgespräch notwendig sowie eine körperliche Untersuchung mit einer Blutuntersuchung.

Basierend auf diesen Ergebnissen (einschließlich denen der Laboruntersuchung) schätzt Prof. Sommer die Chancen einer erfolgreichen Operation ein. Falls die Untersuchungsergebnisse den operativen Erfolg in Frage stellen, würden wir gemeinsam mit Ihnen Alternativen zur Refertilisierungsoperation besprechen.

Natürlich gehen wir auch darauf ein, wie die individuelle Konstellation des Paars aussieht. Also ob die Frauenärztin bzw. der Frauenarzt der Partnerin die Möglichkeit einer natürlichen Schwangerschaft von Seiten der Frau bestätigt.

Wird der Eingriff wirklich von Prof. Sommer selbst durchgeführt?

Alle Refertilisierungs-Eingriffe am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) werden ausschließlich von Prof. Sommer selbst vorgenommen. Erfahrung ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Refertilisierungsoperation. Prof. Sommer ist aufgrund seiner Expertise weltweit einer der gefragtesten Experten auf diesem Gebiet.

Wie lange darf die Vasektomie her sein, damit die Refertilisierungsoperation noch erfolgreich durchgeführt werden kann?

Es gibt diesbezüglich keine Grenze. Selbst wenn die Vasektomie zum Beispiel schon 20 Jahre her ist, ist eine erfolgreiche Refertilisierung möglich. Wichtig ist, dass die Ergebnisse der Voruntersuchung positiv ausfallen und keine Hinweise darauf geben, dass die Erfolgschance der Refertilisierungsoperation reduziert ist.

Im Internet und selbst unter Medizinern existiert immer noch das Gerücht, dass eine Vasektomie, die länger als fünf Jahre her ist, nicht umkehrbar sei.

Unsere eigene Erfahrung sowie Studien international anerkannter amerikanischer Kollegen belegen jedoch, dass es für den Erfolg der Refertilisierung unerheblich ist, ob diese 4 oder 30 Jahre zurückliegt. Viel entscheidender sind die Ergebnisse der Voruntersuchungen.

Sollte eine mikrochirurgische Refertilisierung aufgrund der Ergebnisse nicht in Frage kommen, gibt es weitere Therapie-Optionen.

Wie lange muss ich nach der Operation zu Hause bleiben?

Es ist sinnvoll, sich nach der Operation 3 Tage lang zu Hause aufzuhalten. In der Regel sollten Sie sich in liegender bzw. halb liegender Position befinden und die Operationsstelle lokal kühlen. Nähere Informationen hierzu geben wir Ihnen natürlich auch vor dem Eingriff. Nach Abschluss der 3 Tage können Sie wieder mobiler werden und nach einer Woche im Normalfall wieder arbeiten gehen.

Ab wann kann ich überprüfen, ob die OP erfolgreich war?

Die sogenannte Spermiogenese (Entstehung, Reifung und Entwicklung der Spermien) dauert um die zwölf Wochen. Es braucht diesen Zeitraum, bis die Spermien, die am Tag der Operation entstehen, vollständig entwickelt und bis zum Ejakulat gewandert sind. Ein Spermiogramm kann also ab der zwölften Woche nach der operativen Wiederherstellung durchgeführt werden. Mehr erfahren

Worauf sollte ich bei der Wahl des Operateurs achten?

Bei der Auswahl eines Operateurs sollten Paare sehr genau nach dessen Erfolgsquote fragen. Ein Indiz für einen versierten mikrochirurgischen Operateur ist auch die Anzahl der von ihm durchgeführten Refertilisierungsoperationen. Prof. Sommer operiert mehrmals in der Woche und hat mittlerweile weltweit mehrere Dutzend mikrochirurgische Operateure in seine Techniken eingeweiht und entsprechend trainiert. Aufgrund seiner hohen Expertise sind unter den Patienten von Prof. Sommer viele Männer, die bei anderen Operateuren keinen Erfolg hatten. Prof. Sommer operiert auch immer wieder „schwerere Fälle" erfolgreich. So hat er zum Beispiel schon vielen Männern geholfen, die nach einem Unfall re-refertilisiert werden mussten.

Sprechen Sie uns an für weitere Informationen.

Unser Team steht Ihnen für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Rufen Sie uns gern an oder nehmen Sie den Kontakt per Mail oder über unser Kontaktformular auf. Kontakt

In unserer pdf-Broschüre zum Thema Mikrochirurgische Refertilisierung haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen rund um das Thema zusammengestellt.

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