Test: Der Prostata-Check (IPSS)

Wie steht es um meine Prostata?

Prostata TestMit zunehmendem Alter kommt es bei vielen Männern vor: Beim Wasserlassen läuft es nicht mehr wie früher. Typische Probleme bei vergrößerter Prostata sind längeres Warten auf den Harn, ein weniger kräftiger Strahl, der bei einigen Männern plötzlich abbricht, oder ein Nachtropfen des Urins nach dem eigentlichen Wasserlassen.

Doch keine Sorge: Prostataprobleme gehören zum Altern dazu und sind in vielen Fällen auf eine gutartige Prostatavergrößerung zurückzuführen, die bei den meisten Patienten sehr gut behandelbar ist.

Nehmen Sie den Prostata-Check der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. vor, um sich selbst zu testen. Dieser Test gilt als offizieller Bewertungsstandard für Beschwerden der unteren Harnwege bei gutartiger Prostatavergrößerung. Wenn Sie zur Gruppe derer gehören, die sich vom Arzt untersuchen lassen sollten (ab 45 Jahren sollten Sie generell regelmäßig zur Vorsorge gehen), empfehlen wir zusätzlich zur Tastuntersuchung einen PSA Test, mit dem Ihr PSA Wert bestimmt wird. Dieser Wert liefert einen zusätzlichen Indikator für die Gesundheit Ihrer Prostata und zur Prävention von Krebs.

1.) Wie oft hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz leer war?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
2.) Wie oft mussten Sie innerhalb von zwei Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
3.) Wie oft mussten Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
4.) Wie oft hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
5.) Wie oft hatten Sie einen schwachen Harnstrahl beim Wasserlassen?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
6.) Wie oft mussten Sie pressen oder sich anstrengen, um mit dem Wasserlassen zu beginnen?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
7.) Wie oft sind Sie im Durchschnitt nachts aufgestanden, um Wasser zu lassen?
niemals
seltener als in einem von fünf Fällen
seltener als in der Hälfte aller Fälle
fast in der Hälfte aller Fälle
in mehr als der Hälfte aller Fälle
fast immer
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Ergebnis:



0 bis 7 Punkte /wenige oder keine Beschwerden - Typ 1

Super! Ihre Punktzahl braucht Ihnen keine schlaflosen Nächte zu bereiten. Denn erstensmüssen Sie scheinbar selten das Bett mit dem Klo eintauschen und zweitens sind Sie offensichtlich im täglichen Leben stets Herr Ihres Harns. Das heißt aber nicht, dass wir Sie zum Leichtsinn für Ihre Zukunft ermuntern. Klar, null Punkte sind null Punkte, doch wenn Sie zwischen zwei und sieben Zähler haben, sollten auch Sie einen Arzt aufsuchen. Dann sind Sie zwar laut Test nur der milden Symptomatik zugeteilt, aber irgendwas kann ja immer in Ihrem Unterleib lauern. Es ist auch sinnvoll, die Fragen noch mal vier Wochen später zu beantworten – um zu vergleichen, ob sich an Ihrem Zustand etwas geändert hat. Ein Prostatakarzinom kann aber auch bei null Punkten vorliegen! Sind Sie über 45 Jahre, müssen Sie auf jeden Fall zum Check. Falls in Ihrer Familie ein Prostatakrebs bekannt ist, sollten Sie ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Untersuchung.

8 bis 19 Punkte / mittlere Beschwerden - Typ 2

Achtung! Auch Ihre Beschwerden des unteren Harntraktes beeinträchtigen Sie ziemlich stark. So sehr, dass Ihr Leben höchstwahrscheinlich vom häufigen,aber erfolglosen Gang aufs stille Örtchen geprägt ist und Sie Ihre Blase nicht richtig im Griff haben. Sicher, man muss es keineswegs dramatisieren, aber ein Besuch beim Arzt wäre jedenfalls sehr ratsam. Um zum Beispiel durch die Bestimmung Ihres PSA-Wertes und das Abtasten im Po auszuschließen, dass Ihnen Ihr mittelprächtiges Testergebnis keine schwerwiegenden gesundheitlichen Sorgen bereiten muss. Aber auf Nummer sicher zu gehen, ist schließlich immer am besten.

20 bis 35 Punkte / starke Beschwerden - Typ 3

Vorsicht! Wir wollen Ihnen jetzt keine Angst machen, aber Sie merken es bestimmt selbst in Ihrem Alltag: So kann es nicht weitergehen! Das ewige Gefühl, müssen zu müssen, die viel zu lange Zeit auf der Toilette und keine Nacht, die Sie durchschlafen können, weil Ihr Harn wieder mal zu drängen scheint. Ihre Beschwerden beeinträchtigen Sie sehr, Sie haben vermutlich kaum mehr eine ruhige Minute und sollten darüber umgehend mit einem Urologen sprechen. Denn nach der offiziellen Einteilung des Prostata-Checks sind Sie der schweren Symptomatik zugeordnet, und da hilft nur: Sofort zum Arzt und abklären lassen, ob Ihre Beschwerden einfach nur auf einer gutartigen Veränderung beruhen oder sie vielleicht – was wir natürlich nicht hoffen – ernstere Ursachen haben.