Gesunder Schlaf – Damit Männer nicht müde werden!

Im Schlaf ist der Stoffwechsel keineswegs ruhig gestellt – im Gegenteil. 

Tipps gesunder SchlafGesunder Schlaf ist für Geist und Körper lebensnotwendig.

Und zwar nicht nur für die Hormone, sondern auch für die erektile Funktion. Denn die nächtlichen Erektionen, die pro Nacht zwischen drei- und sechsmal auftreten und unabhängig von sexueller Stimulation erfolgen, sind extrem wichtig für die Infrastruktur (Zusammensetzung) des Penis. Und eine intakte Infrastruktur wiederum ist Voraussetzung für gute und feste Erektionen. Um einen „fitten" Penis zu haben, benötigt ein Mann mindestens einen Anteil von 55 Prozent an gutem erektilen Penisgewebe.

Während des Tages, sofern der Mann keine Erektion hat, liegt im Penis ein Sauerstoffmangel vor. Bedingt durch diesen Sauerstoff- und damit verbundenen Durchblutungsmangel gehen jeden Tag „gute“ Zellen zugrunde: Zellen, die für die erektile Funktion wichtig sind. Und dieser Abbau von Zellen verursacht – theoretisch gesehen – irgendwann Erektionsstörungen. Aber die Natur meint es gut mit den Männern – und hat eine Art Regeneration des Gewebes vorgesehen. Daher die nächtlichen Erektionen, während derer quasi die Infrastruktur des Penis „repariert“ wird.

Mit zunehmenden Leider nimmt die Anzahl und Dauer der nächtlichen Erektionen allerdings ab. Erschreckenderweise beginnt das häufig schon ab dem 30. Lebensjahr. Wenn die regenerativen Prozesse nicht ausreichen bzw. über Wochen oder auch Monate ganz ausbleiben, passiert oftmals folgendes mit dem Penis. Bei sexueller Stimulation wird er anfänglich eine gewisse Härte erreichen, diese hält dann beim Geschlechtsverkehr jedoch nicht lange an. Viele Männer kennen die Situation! Wenn der Prozess weiter fortschreitet, ist ein Großteil der Männer überhaupt nicht mehr in der Lage, bei sexueller Stimulation einen ausreichend harten Penis zu bekommen und eine Penetration auszuüben. Und das, obwohl er eine gute Durchblutung hat (was mittels der farbcodierten Doppler-Duplex-Sonografie untersucht werden sollte). Ist der Penis also zu flaszide (zu weich), ist ein sogenannter Rigiditätsverlust (Verlust der Standfestigkeit) eingetreten. 

Schlaf verbessert die Testosteronproduktion

Ein guter erholsamer Schlaf dient allerdings  nicht nur dem Erhalt der erektilen Funktion und der Hormonausschüttung, sondern auch Testosteronproduktion

Das Königshormon wirkt sich ebenfalls positiv auf die Infrastruktur des Penis aus. Es ist also nicht nur für die Libido zuständig, sondern wirkt auch wie Dünger auf einem Ackerboden – der Ackerboden ist in diesem Falle das Penisgewebe. Und wenn dieser gut gedüngt wird, können dort die entsprechenden Pflanzen –sprich die für die erektile Funktion zuständigen Zellen – gut gedeihen und wachsen. Und der Mann wird eine befriedigende Sexualität erleben können!

Übrigens: Auch die inneren Organe regenerieren sich während des Schlafens – und dies umso mehr, je aktiver und anstrengender der Tag verlaufen ist. Ohne ausreichenden festen Schlaf ist eine vollständige Regeneration also nicht möglich.

Schlafstörungen machen saft- und kraftlos

Ins Bett gehen, durchschlafen und am nächsten Morgen erholt aufwachen: Viele Menschen haben große Problem damit. Sie brauchen lange zum Einschlafen, wachen nachts mehrmals oder extrem früh am Morgen auf – und fühlen sich dann tagsüber saft- und kraftlos. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Schlecht-Schläfer unter den Berufstätigen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdiensten. 40 Prozent von ihnen klagen über eine schlechte Schlafqualität, die Hälfte schläft höchstens fünf Stunden. Ein- und Durchschlafstörungen treten außerdem häufig ab dem 65. Lebensjahr auf. Auslöser können seelische Belastungen, Hormonstörungen oder organische Erkrankungen wie Rheuma, Rückenbeschwerden oder Schlafapnoen sein.

Schlafstörungen führen zu beschleunigten Alterungsprozessen und zu einem Leistungsabfall. Es muss daher als Alarmzeichen verstanden werden, wenn Schlafprobleme bei Männern besonders häufig auftreten: Fast jeder Zweite berichtet von schlaflosen Nächten. Was also tun bei Schlafstörungen, wenn Erkrankungen wie etwa Hormonstörungen als Ursache bereits ausgeschlossen worden sind?

Die Erfahrung zeigt, dass Betroffene selbst viel tun können, um gut durch die Nacht zu kommen. Tipps gegen Schlafstörungen reichen von einem Glas warmer Milch oder einem Entspannungsbad vor dem Zubettgehen bis zum Verzicht auf anregende Getränke wie etwa Kaffee oder Energy Drinks vier Stunden vor dem Schlafen. Alkohol dagegen gilt bei vielen als probates Einschlaf­mittel. Tatsäch­lich machen alkoholische Getränke so manchen Mann müde und erleichtern so das Einschlafen. Doch den Schlaf machen sie weniger erhol­sam. Denn durch Alkohol verkürzen sich die Tiefschlafphasen. Zugleich erhöht sich die Wahr­scheinlich­keit, zu schnarchen und gefähr­liche Atemaussetzer zu bekommen. Experten raten daher, vor dem Zubett­gehen nicht mehr als ein Glas Wein oder eine Flasche Bier zu trinken – und auch das nur ab und zu.

 

Die 10 Regeln für einen gesunden Schlaf

Versuchen Sie jeden Tag um die gleiche Zeit aufzustehen.
Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie müde sind. Aber wenn Sie müde sind, dann gehen Sie auch schlafen.
Gewöhnen Sie sich „Schlafrituale“ an – z. B. ein warmes Bad, entspannende Musik oder eine gute Lektüre.
Treiben Sie regelmäßig Sport – aber achten Sie darauf, dass ein ca. 3 bis 4-stündiger Abstand zwischen sportlicher Betätigung und dem Zubettgehen eingehalten werden sollte.
Essen Sie nicht zu spät und vermeiden Sie fettreiche Mahlzeiten.
Rauchen Sie nicht noch kurz vor dem Schlafengehen (rauchen Sie am besten gar nicht).
Sparen Sie nicht bei der Matratze, beim Überbett und Kopfkissen (Testen Sie – wenn möglich - die verschiedenen Angebote).
Das Schlafzimmer sollte nachts eher kühl (ca. 18 Grad) und gut belüftet sein.
Guter Sex macht glücklich, entspannt und ist im positiven Sinne schlaffördernd.
Meiden Sie unbedingt Beruhigungsmittel und Schlaftabletten.

 

Schlafassoziierte schmerzhafte nächtliche Erektionen gefährden einen erholsamen Schlaf

Normalerweise haben Männer zwischen drei und sechs Erektionen, während sie nachts schlafen. Diese Erektionen, die unabhängig von sexueller Stimulation erfolgen, sind dazu da, das Penisgewebe für zukünftige Erektionen fit zu halten. Die nächtlichen Erektionen sind in der Regel nicht schmerzhaft. Einige Männer haben jedoch „schlafassoziierte schmerzhafte Erektionen“ (Sleep Related Painful Erections = SRPE). Diese lassen die betroffenen Männer häufig mehrmals aufwachen, teilweise dauern die Schmerzen bis zu einer Stunde an. Äußerst unangenehm ist natürlich auch der damit verbundene Schlafentzug.

Gut zu wissen: Beim Sex haben Männer mit SRPE zumeist keinerlei Schmerzen. Und in der Regel haben sie sogar eine normale sexuelle Funktion.

SRPE kommen selten vor. Da es kaum wissenschaftliche Daten dazu gibt, sind geeignete therapeutische Maßnahmen bislang noch nicht genau evaluiert. Es scheint aber so zu sein, dass SRPE nicht mit grundsätzlichen gesundheitlichen Bedingungen oder sexuellen Funktionen im Zusammenhang stehen. Einige Wissenschaftler vermuten jedoch, dass eine Hypertonia (Abschwächung und erhöhte Spannung der Beckenbodenmuskulatur) etwas mit der Schmerzsymptomatik zu tun haben könnte.

Empfehlung: Einigen Männern bringt es bei den auftretenden Schmerzen Erleichterung, aufzustehen, zu urinieren und etwas herumzulaufen. Mentales Training kann ebenfalls hilfreich sein, ebenso wie eine Physiotherapie des Beckens oder die Verwendung von Muskel-relaxierenden Medikamenten (z.B. Baclofen).