Prostata-Vorsorge: Früherkennung & Diagnose von Prostatakrebs

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung – die beste Chance auf Heilung

PSA Wert ErmittlungTumoren an der Prostata bleiben meist lange unbemerkt und werden ohne Vorsorge erst dann erkannt, wenn Symptome wie Probleme beim Wasserlassen oder Schmerzen auftauchen. In diesen Fällen ist das Tumorwachstum allerdings schon sehr fortgeschritten.

Die beste Chance auf Heilung ist die Früherkennung. Die bei Männern mangelnde Akzeptanz der Vorsorgeuntersuchung (nur ca. 14 % der Männer gehen regelmäßig zur Vorsorge, dagegen ca. 35 % der Frauen) stellt in diesem Zusammenhang ein großes Problem dar. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung wird für alle Männer ab dem 45. Lebensjahr empfohlen. Die Indikation des PSA-Wertes anhand einer Blutuntersuchung ist im Vorsorgeprogramm der Krankenkassen bisher leider nicht enthalten

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Vorsorge- und Diagnoseuntersuchungen zur Früherkennung

Die Diagnose eines Karzinoms erfolgt vor allem bei der Austastung mit dem Finger vom Enddarm aus und durch die PSA-Bestimmung des Blutes. In der Austastung fällt ein Prostatakrebs als knotige Verhärtung gegenüber der normalen prallelastischen Prostata auf.

Wichtig ist zudem die Bestimmung eines von der Prostata ins Blut abgegebenen Eiweißstoffes, des sogenannten prostataspezifischen Antigens (PSA), durch eine Blutuntersuchung. Das PSA ist bei Vorliegen eines Karzinoms erhöht. Der normale PSA-Wert liegt unter 4 ng/ml, dementsprechend ist ein PSA-Wert über 4 ng/ml bei nicht wesentlich vergrößerter Drüse verdächtig.

Zusätzlich wird manchmal vom Enddarm aus eine Ultraschalluntersuchung, die sogenannte transrektale Sonographie, durchgeführt.

Wenn diegenannten Untersuchungen auf Prostatakrebs hindeuten, erfolgt eine Biopsie zur Sicherung der Verdachtsdiagnose. Diese wird mit einer Hohlnadel über den Enddarm durchgeführt. Nur durch die mikroskopische Untersuchung des Gewebes, das bei dieser gering belastenden Punktion entnommen wird, kann die Diagnose ”Prostatakarzinom” gestellt werden. Weiterhin ermöglicht die Biopsie Aussagen über den Ausbreitungsgrad und die Bösartigkeit (Grading) des Tumors.+

Hier finden Sie eine Übersicht über sämtliche Vorsorge-Untersuchungen beim Mann, incl. Übersicht über gängige Kassen- und iGeL-Leistungen.

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Professor Dr. Sommer und sein Team sind weltweit anerkannte Experten auf dem Gebiet der Männergesundheit. Daher ist die von uns durchgeführte Vorsorge eine weitaus umfangreichere und spezifischere Diagnostik basierend auf dem neuestem Wissenschaftsstand. Grundsätzlich ist die Kostenabdeckung duch private Krankenversicherungen gegeben, die gesetzlichen Krankenkasse decken die Kosten nicht ab. In dem Fall ist diese individuelle Leistung eine reine Eigenleistung, die es allerdings jedem Mann wert sein sollte.

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Beratung und Vorsorgeuntersuchung. Sie erreichen uns über das Kontaktformular und telefonisch unter 040-22 63 84 58.

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Vorsorge schützt vor Metastasen

Welche Folgen eine Vernachlässigung der Vorsorgeuntersuchungen haben kann, zeigt auf erschreckende Weise die neue Verhaltensempfehlung in den USA.

Prostatakrebs stellt sowohl in Deutschland als auch weltweit die häufigste Tumorerkrankung bei Männern dar. Weil es sich in den meisten Fällen jedoch um einen langsam wachsenden Tumor handelt, gibt es gute Heilungschancen – vorausgesetzt, er wird in einem frühen Stadium entdeckt. Das zugleich Tückische an einem Tumor an der Vorsteherdrüse ist aber eben, dass er oft lange unentdeckt bleibt. Allen voran deshalb, weil mögliche Symptome falsch eingeschätzt werden können. Umso wichtiger sind deshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Eine andere Strategie wird seit geraumer Zeit in den USA verfolgt – mit fatalen Folgen, wie jetzt eine Studie von Wissenschaftler der Keck School of Medicine in Los Angeles zeigt. So ist in den USA in den vergangenen Jahren die Zahl der Männer, die von einem sogenannten mPCA betroffen sind, signifikant angestiegen.

Der Tumor an der Prostata kann streuen

Die Abkürzung mPCA steht für metastasiertes  Prostatakarzinom. Der ursprünglich lediglich an der Vorsteherdrüse angesiedelte Tumor hat in diesen Fällen also bereits gestreut und sich im Körper ausgebreitet; bevorzugt breitet sich das Prostatakarzinom auf die Lymphknoten und das Skelett aus. Dies macht eine Behandlung sehr viel schwieriger. Oft ist eine Chemotherapie unumgänglich.

In der amerikanischen Studie wurden insgesamt mehr als 836.000 Männer untersucht, die an einem Prostatakrebs erkrankt waren. Dabei stellte sich heraus, dass zum Zeitpunkt der Diagnose bei 50.000 Männern der Tumor bereits metastasiert hatte. Diese hohe Zahl von mPCA-Fällen wirft vor allem eine Frage auf: Warum wurde der Prostatakrebs bei so vielen Männern erst so spät entdeckt? 

Neue Erkenntnisse zum Prostatakarzinom

In der Studie wurde daraufhin Inzidenzraten verglichen. Es wurden also die relative Häufigkeit von mPCA-Fällen in bestimmten Zeiträumen berechnet. Die Erkenntnis, die dabei gewonnen werden konnte, war erschreckend: Während die von metastasiertem Prostatakarzinom zwischen 2004 und 2010 praktisch identisch geblieben war, gab es von 2010 bis 2018 einen Anstieg um 41 Prozent.

Die Erklärung dieses sprunghaften Anstiegs ab dem Jahr 2010 hat nach Einschätzung der Wissenschaftler mit einer Empfehlung der United States Preventive Services Task Force (USPSTF) zu tun: Diese unabhängige Expertengruppe war im Jahr 2008 zu der Einschätzung gekommen, dass routinemäßige Krebs-Vorsorgeuntersuchungen bei Männern nicht mehr durchgeführten werden sollten, insbesondere bei Männern im fortgeschrittenen Alter. Wie es in der Studie der Keck School of Medicine heißt, wurde diese Empfehlung auch tatsächlich von vielen Amerikanern befolgt. Sprich: Während seit 2008/2009 die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen sank, stieg ab 2010 die Zahl der mPCA.

Dies alles sollte Grund sein, um zu einer wichtigen Erkenntnis zu kommen: Vorsorgeuntersuchungen sind sehr wohl wichtig! Denn speziell beim Prostatakarzinom ist es von entscheidender Bedeutung, den Tumor so frühzeitig wie möglich zu entdecken, um dann auch so schnell wie möglich mit der Therapie beginnen zu können – und zwar noch bevor es zu Metastasten kommt.

Die häufigsten Fragen zur Vorsorge von Prostatakrebs

Warum ist es so wichtig, ein Prostatakarzinom frühzeitig zu entdecken
Zahlen gesetzliche Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchung?
Was sind mögliche Symptome für einen Tumor an der Prostata?
Wie wird Prostatakrebs behandelt?
Prostatakrebs - wer sind die größten Risikogruppen?
Wie lässt sich Prostatakrebs vorbeugen?
Welche Vorsorgeuntersuchungen sind sonst noch wichtig?

 

Warum ist es so wichtig, ein Prostatakarzinom frühzeitig zu entdecken?

Wenn ein Prostatakarzinom bereits in einem frühen Stadium entdeckt wird, ist eine kurative Therapie möglich; das bedeutet, der Patient kann geheilt werden. Wenn dem Tumor hingegen Zeit gelassen wird, um zu wachsen oder im schlimmsten Fall sogar zu streuen, ist eine Heilung oft nicht mehr möglich.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Männer an einem Prostatakarzinom. Die Zahl der Todesfälle beträgt etwa 10.000, also weniger als 15 Prozent. Deutlich höher ist der Anteil der Todesfälle in den USA: Auf jährlich rund 250.000 von einem Prostatakarzinom betroffenen Männer starben zuletzt mehr als 60.000, also fast 25 Prozent.

Zahlen gesetzliche Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchung?

Das Risiko der Erkrankung an einem Prostatakarzinom steigt mit zunehmendem Alter. Männer unter 40 Jahren sind nur sehr selten davon betroffen. Ab einem Alter von 45 Jahren bezahlen in Deutschland die gesetzlichen Krankenkassen einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung. Diese Untersuchung erfolgt in Form des Abtastens der Prostata. Der Arzt muss dazu mit seinem Zeigefinger in den Enddarm, um anschließend die Prostata abtasten zu können.

Weil das Ergebnis des Abtastens mitunter etwas ungenau sein kann, wird oft noch empfohlen, zusätzlich den PSA-Wert messen zu lassen. Die damit verbundenen Kosten werden zwar nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sind mit etwa 25 Euro (ohne Beratungsgespräch) aber überschaubar.

Bei PSA handelt es sich um ein spezielles Eiweiß, das ausschließlich in der Prostata gebildet werden kann. Wird ein erhöhter PSA-Wert festgestellt, liegt dies meistens an einer veränderten Prostata. Wichtig: Bei dieser „Veränderung“ kann es sich auch um eine eher harmlose Entzündung oder um eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Benigne Prostatahyperplasie, BPH) handeln. Der Mediziner wird im Einzelfall weitere Schritte entscheiden, um eine Abgrenzung zu einem bösartigen Prostatakarzinom (maligne Prostatahyperplasie) vorzunehmen. Wichtig ist in diesem Fall auch, ob bereits mögliche Symptome aufgetreten sind.

Was sind mögliche Symptome für einen Tumor an der Prostata?

Die kastaniengroße Prostata umschließt die Harnröhre, Mögliche Veränderungen machen sich deshalb vor allem durch Schmerzen beim Urinieren oder auch einen verstärkten Harndrang bemerkbar. Auch Probleme und Schmerzen beim Samenerguss (Ejakulation) können Symptome sein. Vor zu großer Panik beim Auftreten dieser Anzeichen sei aber ausdrücklich gewarnt: Wie beim erhöhten PSA-Wert können auch hier eher harmlose Erkrankungen die Ursache sein.

Wie wird Prostatakrebs behandelt?

Die Behandlungsform bei Prostatakrebs hängt ganz entscheidend vom Stadium des Tumors ab. Möglich sind eine Hormon- oder eine Immuntherapie, es kann aber auch eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie erforderlich sein. Häufig muss die Prostata operativ entfernt werden. Sobald der Tuor bereits gestreut hat, wird die erforderliche Therapie noch umfangreicher und schwieriger.

Prostatakrebs - wer sind die größten Risikogruppen?

Das Lebensalter gilt bei Prostatakrebs als größter Risikofaktor. Während Männer unter 40 Jahre nur selten davon betroffen sind (Risikofaktor 0,1 Prozent), steigt die Zahl der bekannten Fälle bereits mit 50 Jahren deutlich an. Bei Männern ab 70 Jahren liegt der Risikofaktor bei etwa 5 Prozent.

Besondere Vorsicht ist auch bei allen Männern geboten, bei denen eine familiäre Vorbelastung vorliegt oder es auch schon in jüngeren Jahren zu krankhaften Entzündungen an der Prostata gekommen ist. Die grundsätzliche Erkenntnis, dass sich ein bewusster Lebenswandel positiv auf die Gesundheit auswirkt, gilt natürlich auch für die Prostata. Als besonders belastend für die Prostata gelten vor allem ein hoher Fleischkonsum sowie der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin.

Wie lässt sich Prostatakrebs vorbeugen?

Die Empfehlungen, wie sich das Risiko einer Tumorerkrankung an der Prostata minimieren lässt, ähneln den generellen Empfehlungen in der Krebs-Vorsorge: Jeder Mensch sollte darauf achten, seinem Körper regelmäßig etwas Gutes zu tun. Das umfasst sowohl die Ernährung (viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte!) als auch die Bewegung (Sport oder zumindest Spazierengehen und Treppensteigen) und den Lebenswandel (Stress vermeiden).

Studien zeigen, dass speziell für die Prostata auch Sojaprodukte eine positive Auswirkung haben können. Es wird vermutet, dass dies am hohen Isoflavone-Gehalt in Sojaprodukten liegt. Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, die über eine hormonaktive Wirkung verfügen. Sie haben sich deshalb bei Frauen als sehr nützlich erwiesen, wenn es um Beschwerden in den Wechseljahren geht. Aber auch bei bestimmten Krebsarten wird von einer positiven Wirkung ausgegangen. 

Ausdrücklich gewarnt werden muss aber vor einer unkontrollierten Einnahme von Sojaprodukten und damit auch von Isoflavonen. Denn eine zu hohe Dosis kann sich negativ auf den Körper auswirken. Empfehlenswert ist deshalb das Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin. Aus medizinischer Sicht kann dann eine individuelle Lösung aufgezeigt werden, wie mit dem Thema Krebsvorsorge umgegangen werden sollte. Was eine Tumorerkrankung an der Prostata betrifft, wird der Arzt oder die Ärztin dann auch immer eine Vorsorgeuntersuchung empfehlen. Denn nicht zuletzt die erschreckenden Beobachtungen in den USA sollten zeigen: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind immer noch die beste Möglichkeit, um ein Prostatakarzinom frühzeitig erkennen und dann erfolgreich behandeln zu können.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind sonst noch wichtig?

Vorsorgeuntersuchung der Hoden

Hodenkrebs ist eine Erkrankung, die vornehmliche jüngere Männer bekommen. Etwa 80 Prozent der von Hodenkrebs-Patienten sind unter 50 Jahre alt. Außerdem ist Hodenkrebs die bei jungen Männern die häufigste Tumorart, sie zeigt sich meistens durch eine Verhärtung im Hoden. Die Heilungs- und Überlebenschancen sind vergleichsweise gut, wenn eine frühe Diagnose gestellt wird und eine auf den Hodenkrebs gut abgestimmte Therapie erfolgt. Unabdingbarer Teil der Diagnose ist das gründliche Abtasten des Hodens durch medizinisch-geschultes Fachpersonal. Außerdem raten wir zu einer Ultraschalluntersuchung der Hoden und deren Anhangsgebilde. Hierfür kommen bei uns im Institut für Männergesundheit hochauflösende Ultraschallapparate und spezielle farbkodierte Doppler-Duplexuntersuchungen zum Einsatz. Sinnvolle Untersuchungsergänzungen sind Tumormarker wie ß-HCG, AFP, pLAP oder LDH, die aus dem Blut gewonnen werden. Unser Rat: Zusätzlich zur Vorsorgeuntersuchung sollten Männer mindestens einmal pro Monat ihre Hoden selbst abtasten. Zeigen sich dabei Veränderungen, bitte unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Untersuchung des Penis

Der Penis ist ein hochkomplexes Gebilde. Erfüllt er nicht mehr seine Funktion, kann dies ein Warnsignal für ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder auch einen Schlaganfall sein. Um dies zu klären, nutzen wir sonographische Untersuchungen des Penis, die unter anderem auch eine farbcodierte Doppler-Duplex-Sonographie beinhalten. Werden diese Untersuchungen rechtzeitig und sorgfältig durchgeführt, sind sie ein geeignetes Mittel, um einen sich androhenden Herzinfarkt zu verhindern.

Peniskrebs (Peniskarzinom) ist übrigens eine Krebsart, die meistens erst ab dem 60. Lebensjahr Probleme bereitet. Doch auch junge Männer können unter einem Peniskarzinom leiden. Nutzen Sie deshalb die Vorsorge!

Bestimmung des Kardiovaskulären Risikos

In den Industrienationen leiden heute viele Männer unter Stress, zum Beispiel infolge von langen Arbeitszeiten. Aber auch Bewegungsmangel und eine einseitige Ernährung haben oftmals schwerwiegende Folgen für die Gesundheit. So sind Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems mittlerweile die häufigste Todesursache in Deutschland. Wie steht es um Ihre Gesundheit?  Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr individuelles kardiovaskuläres Risiko ist, lohnt sich eine Vorsorgeuntersuchung. Hierbei werden die spezifischen Laborparameter im Blut, die familiäre Vorgeschichte, aber auch die Lebensweise und der Blutdruck berücksichtigt. Stehen die Ergebnisse fest, bleibt Zeit zum Handeln. Vielleicht ist auch bei Ihnen ein Lebenswandel angesagt?

Metabolisches Syndrom, Früherkennung

Von einem metabolischen Syndrom (mS) wird gesprochen, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu gehören vor allem Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Das mS kann zum Beispiel ein Vorbote eines bevorstehenden Diabetes mellitus) oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sein. Um dies auszuschließen, empfehlen wir eine Vorsorgeuntersuchung. Anhand von spezifischen Parametern (Bauchumfang, Blutwerte) lässt sich in einer Vorsorgeuntersuchung ein metabolisches Syndrom erkennen. Damit schaffen Sie eine zuverlässige Basis, um Langzeitfolgen durch eine individuelle Therapie zu verhindern.

Brustkrebs beim Mann

Veränderungen an der Brust treten häufig mit zunehmendem Alter auf und/oder wenn das körperliche Fettgewebe mehr wird. Diese Veränderungen sind aber meistens nicht bösartig. Die gutartige Vergrößerung des Brustdrüsengewebes beim Mann nennt man auch Gynäkomastie. Den meisten Männern ist allerdings nicht bewusst, dass auch sie Brustkrebs bekommen können. Typische Symptome für männlichen Brustkrebs sind Knoten und Entzündungen im Brustbereich. Teilweise zeigen sich auch verhärtete oder vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle, die keine Schmerzen verursachen. Weitere Warnsignale: Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze, Veränderungen der Brusthaut oder eine Einziehung der Brustwarze. Auch für den männlichen Brustkrebs gilt: Je früher er erkannt wird, desto besser kann er geheilt werden. Bei der Vorsorgeuntersuchung der Brust wird die männliche Brust zunächst sorgfältig abgetastet und in Augenschein genommen. Wie sieht die Brustwarze aus? Hat sich etwas an ihrer Form geändert? Sind Knoten spür- oder sichtbar? Ist Ausfluss zu erkennen? Das alles wird differenzialdiagnostisch untersucht. Im nächsten Schritt kann zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung erfolgen.

Sie benötigen noch ein weiteres Argument für die Vorsorgeuntersuchung? Die Zahl der Fälle von männlichem Brustkrebs ist in den letzten Jahren gestiegen. Umso wichtiger ist es, die Untersuchung der Brust regelmäßig durchführen zu lassen.

Gut zu wissen: Bei Männern, die regelmäßig Ausdauersport machen, zeigen sich häufig Entzündungen oder Verschorfungen der Brustwarze. Dies ist jedoch meistens eine mechanische Irritation, die durch Bekleidung und Schweißbildung beim Sport ausgelöst wird.

Testosteron, Königshormon des Mannes

Nicht nur die Manneskraft (Potenz), sondern auch das körperliche und geistige Wohlbefinden wird vom Sexualhormon Testosteron immens beeinflusst. Über eine einfache Blutentnahme können wir einen zu niedrigen Testosteronwert (Hypogonadismus) feststellen. Die Ursachen für einen Hypogonadismus sind vielfältig, sie reichen von Erkrankungen über Medikamente oder den Lebensstil bis zu genetischen Defekten. Auch das Alter spielt eine Rolle: Fällt der Testosteronwert mit den Jahren, sprechen Mediziner von einem Altershypogonadimsus.

Testosteron, das Königshormon des Mannes, können wir substituieren. Bei der entsprechenden Vorsorgeuntersuchung untersuchen wir nicht nur den Testosteronwert im Blut, sondern auch die Bestandteile, die das Testosteronmolekül davon abhalten, am Rezeptor der Körperzellen wirksam zu werden. Und natürlich führen wir eine ausführliche Anamnese durch und verwenden ausschließlich validierte Fragbögen.

Beckenbodenuntersuchung

Schluss mit Vorurteilen: Der Beckenboden ist keine „Frauenangelegenheit“! Und für den Mann ist er ausgesprochen wichtig, denn er stellt die Potenz sicher und sorgt für eine standfeste zuverlässige Erektion. Der Beckenboden des Mannes ist jedoch nicht nur für die Sexualität wichtig, er hat auch einen positiven Einfluss auf das Wasserlösen (Urinieren) und auf die Stabilität der Körpermitte. Es gibt also genug Gründe, Ihren Beckenboden regelmäßig untersuchen zu lassen, nutzen Sie also die Vorsorge! Ebenso wichtig ist es, den Beckenboden regelmäßig zu trainieren. Wir haben hierfür ein spezielles Programm entwickelt, mit dem der Beckenboden in seiner Funktion als Potenzmuskel regelmäßig trainiert werden kann (LINK)

Vorsorgeuntersuchung zum Ausschluss eines Blasentumors

Eine weitere Vorsorgeuntersuchung, zu der wir dringend raten, ist die Untersuchung der Blase. Immerhin ist das Harnblasenkarzinom die vierthäufigste Krebserkrankung beim Mann. Wenn Sie rauchen oder regelmäßigen Kontakt mit Chemikalien (wie etwaNitrosaminen) haben, wird Ihr Risiko vergleichsweise hoch sein, ein Harnblasenkarzinom zu entwickeln. Teil der Untersuchung ist auch ein Urintest. Damit ist es möglich, schon minimale Mengen an Blut lassen zu detektieren (Mikrohämaturie). Weitere Infos liefert schließlich auch eine Ultraschalluntersuchung.

Die Nierenuntersuchung

Um Krankheiten und andere Ursachen, die zu einer Dialyse führen können, rechtzeitig zu erkennen, sollten auch die Nieren bei der Vorsorge nicht zu kurz kommen. Die Untersuchung besteht normalerweise aus einer Analyse von Blutparametern und einer Sonographie (Ultraschall), bei der Steine, Harntransportstörungen und andere Erkrankungen detektiert werden.

Wie wichtig die Nieren sind, merkt man meistens erst, wenn diese ihre Funktion aufgegeben oder stark eingeschränkt haben. Warten Sie nicht so lange, bis es soweit kommt!

Der Männer-Check-Up

Ob Prostata, Penis, Brust, Herz, Darm oder Kreislauf: Ein gewissenhaft durchgeführter Männer-Check-Up kann dazu beitragen, Ihr Leben zu retten. Bitte bedenken Sie: Es ist nie zu früh, sich regelmäßig untersuchen zu lassen Warten Sie also nicht erst, bis erste Beschwerden auftreten!

Folgende Untersuchungen sollten Sie durchführen (Mindestanforderung):

  • Blutdruck-Messung (ab dem 35. Lebensjahr)
  • Brust-Untersuchung (ab dem 35. Lebensjahr)
  • Prostatakarzinom-Vorsorge (ab dem 45. Lebensjahr oder bei familiärer Vorbelastung ab dem 40. Lebensjahr)
  • Tastuntersuchung des Enddarms (ab dem 50. Lebensjahr)
  • Hoden-Check (jedes Alter)

Hier finden Sie eine weitere Übersicht über sämtliche Vorsorge-Untersuchungen beim Mann, incl. Übersicht über gängige Kassen- und iGeL-Leistungen.