Darmkrebs muss nicht sein - Anzeichen & Früherkennun

Darmkrebs wird in den Industrienationen immer häufiger. Dies liegt daran, dass die Menschen immer älter werden, sich ballaststoffarm ernähren und viel zu wenig bewegen.

Prof. Dr. SommerFast alle bösartigen Tumoren entstehen aus so genannten Adenomen (Polypen). Die meisten Tumoren finden sich im Enddarm. Besonders gefährdet sind Menschen in deren naher Verwandtschaft bereits Darmtumoren aufgetreten sind.

Es gibt keine oder allenfalls geringe Frühsymptome. Größere Polypen führen oft zu Blut im Stuhl. Darum gilt: Jede Blutauflagerung im Stuhl, jede auffällige Stuhlverfärbung oder länger dauernde Änderung der Stuhlkonsistenz ist verdächtig und muss vom Arzt untersucht werden.

Untersuchungen und Behandlung

Ein Darmtumor oder Darmpolypen können nur durch eine - relativ harmlose - Darmspiegelung erkannt und häufig auch gleichzeitig behandelt werden. Eine Darmspiegelung wird ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt.

Die meisten Polypen lassen sich während der Spiegelung abtragen. Liegt bereits ein bösartiger Tumor vor, muss eine operative Entfernung des Tumors mit Sicherheitsabstand erfolgen. Dabei handelt es sich dann um größere Eingriffe. Bei rechtzeitiger Entfernung der Polypen oder eines Tumors sind die Heilungschancen sehr gut.

Was ist zu tun?

  • Achten Sie auf Ihren Stuhl. Ändert sich die Farbe und/oder Konsistenz? Bei Unklarheiten einen Arzt aufsuchen.
  • Auch Hämorrhoiden sind nicht gottgegeben, sie müssen abgeklärt und behandelt werden.
  • Lassen Sie einmal jährlich einen Test auf okkultes Blut im Stuhl durchführen – Testblättchen gibt’s beim Arzt oder Apotheker.
  • Ab dem 55. Lebensjahr ist die Durchführung einer Darmspiegelung sinnvoll. Sind bereits Familienmitglieder an Darmtumoren erkrankt, ist eine Darmspiegelung ab dem 45. Lebensjahr angezeigt.