Selten, aber ernst zu nehmen: POIS (Post-Orgasmic-Illness-Syndrome)

In den letzten Jahren hat sich die Wissenschaft zunehmend mit der männlichen sexuellen Dysfunktion auseinandergesetzt und etliche Forschungsprojekte realisiert. Doch es gibt auch Ejakulationsstörungen, die noch vergleichsweise unbekannt sind. Eine ganz seltene Ejakulationsstörung ist das Post-Orgasmic-Illness-Syndrome (POIS). 

Prof. Dr. Sommer

Männer, die davon betroffen sind, zeigen erkältungsähnliche Symptome, die etwa 30 bis 60 Minuten nach der Ejakulation auftreten. Manche Männer fühlen sich beispielsweise fiebrig, müde oder abgeschlagen. Andere haben das Gefühl, dass ihre Nasenschleimhäute anschwellen, die Atmung erschwert wird oder die Augen jucken. Die Symptome halten normalerweise zwischen 2 und 7 Tage an: Sex ist dann für die betroffenen Männer verständlicherweise meistens kein Thema mehr. Folglich kann diese Erkrankung eine Beziehung sehr stark belasten. Es gibt sogar Fälle von Männern, die so stark durch POIS eingeschränkt sind, dass sie starke Depressionen entwickeln und teilweise auch an Selbstmord denken.

Man vermutet, dass Zytokine (vom Körper produzierte Eiweiße, die als Botenstoffe zwischen den einzelnen Komponenten des Immunsystems fungieren), neuroendokrinologische körperliche Antwortmechanismen oder sogar zu niedrige Progesteron-Blutspiegel (Progesteron = weibliches Geschlechtshormon) mit der POIS-Symptomatik einhergehen. Aber auch andere immunologische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Um hier eine Diagnostik zu erzielen, wird ein sogenannter Prick-Test (Allergietest auf der Haut) auf die körpereigenen Spermien durchgeführt. Falls Männer darauf positiv reagieren, kann man eine Hyposensibilisierung mit autologen Spermien durchführen (autolog = zum selben Individuum gehörig). Andere therapeutische Maßnahmen könnten bspw. Antihistaminika sein, Wobenzym N oder bspw. Sägepalmenextrakte.

Leider ist POIS nicht von den Krankenkassen anerkannt, selbst nicht in den USA. Dabei ist die einzige Behörde, die POIS schon einmal aufgegriffen hat, das in den USA ansässige National Institute of Health.

 

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