Psychische Erektionsstörungen - Impotenz durch Stress und Depression

Neben den organischen Beschwerden können psychische Probleme wie Depressionen oder Stress, übertriebene Erwartungshaltungen und Leistungsdenken sowie Angst als Liebeshemmer auftreten.

Erektionsstörungen und DepressionErektionsstörungen – Reine Kopfsache?

Früher ging man davon aus, dass Erektionsstörungen überwiegend psychische Ursachen haben. Heute wissen wir, dass es genau andersherum ist. Bis zu 90% aller Erektionsstörungen sind organisch bedingt. Nicht selten schleicht sich allerdings eine psychologische Komponente ein, wenn der Mann die Erektionsprobleme bemerkt und sich zusätzlich unter Druck setzt.

Vor dem Schritt zum Coach oder gar zum Therapeuten sollte immer eine eingehende Diagnose vom Facharzt vorgenommen werden. Oftmals liegen organische Ursachen vor, die sehr gut behandelbar sind.

Anzeichen für psychische Ursachen

Im Krankheitsverlauf ergeben sich zumeist dann Hinweise auf eine psychisch bedingte Erektionsstörung, wenn diese abrupt und unvermittelt auftritt bzw. wenn sie sich auf ein bestimmtes Erlebnis bzw. Ereignis zurückführen lässt. In der Regel bleibt in diesen Fällen die Fähigkeit erhalten, eine sehr gute nächtliche Erektion zu erlangen oder zu masturbieren.

Beinahe 90 Prozent der Männer mit schweren Depressionen haben auch Erektionsprobleme. Umgekehrt haben Männer mit Erektionsproblemen auch ein ca. 3fach erhöhtes Risiko, eine Depression zu erleiden.

Seelische Faktoren, die zu einer Erektionsstörung führen können:

  • Depression
  • Religiöse Hemmungen
  • Sexuelle Phobien und Abweichungen
  • Versagensängste
  • Partnerkonflikte
  • Sexuelle Hemmungen
  • von denen des Partners abweichende sexuelle Vorlieben
  • erlittener sexueller Missbrauch in der Kindheit
  • Angst vor einer Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit

Die Sorge bezüglich der sexuellen Performance und eine Erektile Dysfunktion – was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ein Großteil der Sexualität spielt sich gar nicht im Genitalbereich ab, sondern im Kopf. So kann eine  Sorge bezüglich der sexuellen Performance – man könnte auch von „Versagensangst“ sprechen – negative Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit haben. Es ist möglich, dass Männer, die sich sehr viele Sorgen machen, sogar von einer Erektilen Dysfunktion (ED) betroffen sind. Dennoch ist es möglich, diese zwei negativen Sachverhalte rund um die Sexualität zu differenzieren. 

Sorgen bezüglich der sexuellen Performance haben häufig mit der Angst zu tun, seinem Partner sexuell nicht zu genügen. Häufig treten folgende Fragen auf, die sich dann im Kopf des Mannes wiederspiegeln:

  • Wird meine Erektion hart genug sein?
  • Werde ich zu früh ejakulieren?
  • Werde ich einen Orgasmus bekommen?
  • Findet mein Partner mich attraktiv genug?
  • Wird mein Partner einen Orgasmus bekommen?
  • Ist mein Penis groß genug?
  • Sind meine Sexualtechniken ausgereift genug?
  • Was passiert, wenn mein Partner nicht sexuell befriedigt durch mich wird?

Der Zusammenhang zwischen Pronografie und sexuellen Versagensängsten

Studien haben gezeigt, dass solche Fragen vor allem Männern durch den Kopf gehen, die häufig pornografische Filme und Bilder konsumieren. Obwohl allgemein bekannt ist, dass die Szenen in Pornofilmen häufig überhaupt nicht realistisch sind, vergleichen sich Männer – und zwar sowohl mit den Schauspielern, die sie in den Pornos gesehen haben, als auch vor allem mit der sexuellen Performance, die in einem Film zur Schau getragen wird. Das führt zu einer gewissen Nervosität und kann Männer regelecht unter einen Leistungsdruck setzen. Statt sich mit einem pornografischen Film zu stimulieren kann somit genau das Gegenteil passieren: Es kommt zu Erektionsstörung.

Dazu muss man wissen, dass durch Ängstlichkeit bestimmte Stresshormone wie beispielsweise Epinephrin und Norepinephrin produziert werden. Das  führt dazu, dass sich die Blutgefäße  zusammenziehen und somit der Blutzufluss in den Penis erschwert wird. Weil es für eine gute Erektion aber sehr wichtig ist, dass genügend Blut in den Schwellkörper gelangt, ist eine solche Ausschüttung von Stresshormonen natürlich kontraproduktiv. Es ist also ein echter Teufelskreis: Zu viele Sorgen bezüglich der sexuellen Performance können erst recht zu einer Erektilen Dysfunktion führen. Der Teufelskreis kann aber auch in einer anderen Reihenfolge seinen Anfang nehmen: Wenn bei Männern – aus welchen Gründen auch immer - die Erektionen schlechter und schwächer werden oder die Erektion nicht mehr lang genug bis zum Ende des sexuellen Aktes anhält, kann dies Sorgen verursachen. Diese Sorgen wirken dann aber häufig erst recht belastend und können durch die Produktion der Stresshormone und deren Auswirkungen auf die Blutgefäße zu einer Erektilen Dysfunktion führen. Mehr über die negativen Folgen von zu häufigem Pornografie-Konsum und was Sie dagegen tun können >

Die gute Nachricht ist allerdings, dass sich diese Teufelskreise durchbrechen lassen. Erektionsstörungen und auch Sorgen bezüglich der sexuellen Performance können therapiert werden. Liegt eine Erektile Dysfunktion vor, muss natürlich zunächst festgestellt werden, worin genau im Einzelfall die Ursachen dafür liegen. Doch sobald diese Ursachen bekannt sind, ist ein darauf spezialisierter Arzt in der Lage, effektive Behandlungsmöglichkeiten zu finden.

Coaching und Psychotherapie

Abhängig von der individuellen Symptomatik empfiehlt sich eine psychotherapeutische Behandlung oder ein gezieltes Coaching bzw. Mentaltraining. Die Behandlungsdauer hängt vom Betroffenen und der individuellen Ursache seiner Erektionsstörungen ab.

Gerade durch ein gezieltes Coaching lassen sich oft auch ohne medikamentöse Behandlung sehr gute Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit erreichen.

Wichtig: Wurden Antidepressiva zur Beeinflussung des psychischen Zustandes verschrieben, ist zu beachten, dass diese Medikamente oft Nebenwirkungen haben, die sich negativ auf die Sexualität auswirken. Mehr lesen

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