Operationen als Ursachen von Erektionsstörungen

Operationen an der Vorsteherdrüse (Prostata), am Darm oder an der Harnblase sowie andere Eingriffe im Beckenbereich können Nerven und Blutgefäße beschädigen, was zu Erektionsstörungen führen kann.

Welche Rolle spielen die Nerven bei der Erektion?

Eine Erektion wird in der Regel im Kopf des Mannes ausgelöst. Es erfolgen Stimuli (das sind Reize), diese können optischer Art sein oder auch durch Fantasien, Gerüche oder andere „Reize“ ausgelöst werden. Vom Kopf werden die Nervenimpulse über das Rückenmark an die Nerven des hinteren Bauchraums geführt.

Die für die Erektionsfähigkeit besonders wichtigen Nerven führen direkt in den Penis. Die Nervenimpulse, die am Penis ankommen, lösen bei gesunden Männern eine Erektion aus.

Zwei wichtige Nerven, die dafür zuständig sind, dass die sexuellen Impulse vom Kopf zum Penis fließen, laufen rechts und links im kleinen Becken neben der Prostata (männliche Vorsteherdrüse). Bei allen operativen Eingriffen, wo das Becken des Mannes mitbetroffen ist, besteht die Gefahr, dass diese Nerven verletzt werden. Dies kann anschließend zu einer schlechteren Erektionsfähigkeit führen bzw. zur kompletten Impotenz.

Welche Operationen können die Erektionsfähigkeit beeinflussen?

Insbesondere nach Operationen an Prostata, Darm, Harnblase oder im Beckenbereich können diese Nerven geschädigt sein und Erektionsstörungen hervorrufen.

Zu diesen Eingriffen gehören z. B. Enddarm-Operationen oder radikale Prostatektomien (auch als retropubische radikale Prostatovesikulektomie bekannt). Dies ist der operative Standard-Eingriff zur Entfernung eines bösartigen Prostata-Tumors.

Heutzutage achten sehr erfahrene und geschickte Operateure bei solchen Eingriffen im Beckenraum des Mannes darauf, dass die Nervenschädigungen so gering wie möglich ausfallen.

Impotent durch Operation- was nun?

Wichtig: Nur in wenigen Fällen stellt sich die volle Erektionsfähigkeit auch ohne zusätzliches Training nach der Operation wieder ein. Mithilfe einer individuellen Therapie besteht jedoch eine gute Chance, entstandene Erektionsprobleme wieder zu beheben.

Daher ist es sinnvoll für die Betroffenen, dass sie sich nach den oben genannten Operationen an einen Spezialisten für rehabilitatives Schwellkörpertraining wenden. Dieses spezielle Training ermöglicht eine Wiederherstellung der Erektionsfähigkeit.

Bei dem rehabilitativen Schwellkörpertraining kommen sowohl spezielle körperliche Übungen, medikamentöse Therapien in den verschiedensten Arten, als auch apparative Maßnahmen zum Tragen. Dabei wird immer individuell auf den Patienten eingegangen. Je nachdem, wie die Operation verlaufen ist, erfolgen dann die Kombinationen aus den verschiedensten Maßnahmen. Auch hier gilt: Vor der Therapie steht die ausführliche Diagnose!

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