Natürliche Aphrodisiaka

Schon seit Jahrhunderten haben die Menschen versucht, das Geheimnis der sexuellen Erfüllung zu lüften. In fast jeder Zivilisation gab und gibt es Kräuter oder Nahrungsmittel, die die sexuelle Vitalität steigern sollen. Im Jahrhundert der modernen Medizin sind dann PDE5-Hemmer und Testosteron-Medikamente entwickelt worden, die die Verbesserung der Sexualität zum Ziel haben. Doch die Suche nach natürlichen „organischen“ Aphrodisiaka, die frei von Nebenwirkungen sind, hält an.

ViagraViel weiß man bislang nicht über die verschiedenen natürlichen Produkte. So herrscht etwa Unklarheit darüber, ob zum Beispiel die Zusammensetzung der in zu Pulver verarbeiteten Substanzen immer identisch ist. Denn teilweise sind die Schwankungen in der Konzentration der Substanzen erheblich. Dazu kommt, dass es keine regulativen Behörden gibt, die die Zusammensetzung kontrollieren. Die amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA (Food and Drug Administration) – sie ist die wichtigste Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA  – definiert die natürlichen Aphrodisiaka als Produkte, die das sexuelle Verlangen erhöhen bzw. dieses indizieren oder die die sexuelle Performance (Leistungsfähigkeit) steigern.

 

Pflanzenbasierte Aphrodisiaka:

Beere vom Mönchspfeffer

Die Beeren des Mönchpfeffers (Vitex Agnus Castus), der auch Keuschlamm genannt wird, hat schon Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, verwendet. Man vermutet einen Effekt auf Prolaktin und Progesteron. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass die Beere in der Lage ist, den Östrogenlevel zu senken. Frauen verwenden die Beeren gern, um Prämenstruale Symptome zu reduzieren – oder zur Behandlung eines gewissen Unwohlseins in der Brustregion. Wissenschaftliche Beweise dafür, dass die Beere die Sexualität verbessert, gibt es allerdings nicht.

Schokolade (Kakao)

Schon die Azteken standen auf Schokolade. Der Legende nach trank der Imperator Montezuma Schokolade, um seine Manneskraft zu verbessern, bevor er sein Harem besuchte. In der Schokolade sind nicht nur einige Aminosäuren in höherer Konzentration vorhanden, sondern auch Canabinoid-artige Fettsäuren, welche der Schokolade aphrodisierende Wirkung verleihen. Zusätzlich scheint es eine Verbindung zu geben, dass Schokolade den Serotoninlevel im Gehirn erhöht. Der Mythos der sexuellen Steigerung konnte jedoch auch in den letzten wissenschaftlichen Studien nicht bewiesen werden.

Damiana (Turnera Diffusa)

Damiana ist ein Extrakt eines Busches, der in Mexiko beheimatet ist. Es soll angeblich die sexuelle Performance bei Männern und Frauen steigern. In Tierstudien konnte gezeigt werden, das Damiana die Kopulationsfrequenz bei Ratten steigert.

Fenugreek (Bockshornklee)

Fenugreek wird in der ayurvedischen Medizin zur Steigerung der Libido verwendet. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass 300 mg Fenugreek – zweimal am Tag eingenommen – zu einer Steigerung der Libido sowohl bei Männern als auch bei Frauen führen kann. Aber Vorsicht: Patienten, die Blutverdünnungs-Medikamente einnehmen, sollten wissen, dass Fenugreek mit diesen gegebenenfalls interagieren kann.

Ginkgo Biloba

Extrakt von Ginkgo Biloba kommt von der weltweit ältesten Baumspezies und wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Ginkgo kann dazu führen, dass es zu einer vermehrten Durchblutung kommt. Einige wissenschaftliche Studien konnten eine Verbesserung der Sexualität nachweisen. Andere wiederum nicht. Wichtig ist, dass die Einnahme von Ginkgo vor einer Operation rechtzeitig abgesetzt wird. Patienten, die eine sogenannte Blutererkrankung haben, sollten es ebenfalls nicht einnehmen.

 

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Yin Yang Huo (Ziegenkraut)

Yin Yang Huo wird ebenfalls in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet – insbesondere zur Therapie von Erektionsstörungen. In Grundlagen wissenschaftlicher Studien konnte gezeigt werden, das es hier zu einer leichten Hemmung der Phosphodiesterase Typ 5 kommt, was zur Verbesserung von Erektionen führen soll.

Sägepalmenfrüchte

Sägepalmenfrüchte werden aus Beeren einer nordamerikanischen Pflanze gewonnen. Sie werden bei Wasserlaststörungen und gutartiger Prostatavergrößerung eingesetzt, aber auch, um die sexuelle Performance zu steigern. Der theoretische Hintergrund: Angeblich wird die 5- Alpha-Reduktase geblockt, dadurch wird Testosteron nicht in Dihydrotestosteron umgewandelt. Daher hätte es zur Folge, dass die Libido sogar gesenkt würde. Es gibt also keine Studien darüber, dass Sägepalmenfrüchte die Sexualität verbessern.

Muira Puama

Dieses Kraut kommt aus Brasilien und soll bei Erektionsstörungen und Libidoverlust helfen. Wissenschaftlich exisitiert hierzu keine signifikante Datenlage.

Yamswurzel

Die Yamswurzel wird insbesondere bei menopausalen Frauen zur Luststeigerung verwendet. Die wissenschaftliche Datenlage ist diesbezüglich sehr schwach, man kann keine Empfehlungen geben.

Vitamine und Mineralien

Vitamin B6 und B12, Vitamin D, Vitamin E, Magnesium und Zink sind in der hormonellen Synthese (Produktion) und in der Spermienproduktion mit involviert. Daher vermutet man, dass hohe Dosen einer solchen Supplementation dazu führen, dass es zu einer Verbesserung der Sexualität kommt. Vitamin B6 ist für die Testosteron- und Östradioproduktion wichtig, Vitamin 12 insbesondere für das Nervensystem. Vitamin E ist ein Antioxidant, welches eine leicht gefäßerweiternde Wirkung hat. Magnesium ist in den Sexualhormonen involviert und bei der Produktion von Neurotransmittern. Zink ist sehr wichtig für die Testosteron-Produktion im Hoden und für die Spermatogenese.

Wissenschaftlich ist man sich bezüglich dieser Effekte nicht ganz sicher. Doch es soll darauf hingewiesen werden, dass eine zu hohe Vitamineinnahme zum Auslösen von bösartigen Tumoren im Körper führen kann! Daher sollte man bei der Einnahme von Vitaminen in sehr hohen Dosen extrem vorsichtig sein. Sicherer ist es, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die diese Vitamine enthalten.

 

Aphrodisiaka aus tierischen Produkten:

Aga-Kröte

Die Haut der in vielen Teilen  der Welt verbreiteten Riesenkröte enthält eine psychoaktive Substanz, das Bufotenin. Dieses ist dem Serotonin sehr ähnlich. Die FDA hat die Verwendung der Haut der Aga-Kröte übrigens verboten. Der Grund: Es gab einige Berichte über Todesfälle.

Honig

Honig ist seit Jahrhunderten ein sehr populäres Aphrodisiakum, das traditionell mit romantischen Gefühlen in Zusammenhang gebracht wird. Im Englischen heißt Honig beispielsweise „Honey“ und die Flitterwochen werden „Honeymoon“ genannt.

Besonders stimulierend soll der Nektar des Rhododendron Ponticum sein, der Grayanotoxin enthält. Dieser ist im Bereich des Schwarzen Meeres beheimatet. Doch auch die Verwendung dieses speziellen Honigs kann zu gesundheitlichen Einschränkungen führen.

Austern

In der griechischen Mythologie heißt es, dass Aphrodite, die Göttin der Liebe, im Wasser geboren wurde, bevor sie an der Küste von Zypern an Land ging. Daher halten sich natürlich die Gerüchte, dass alles, was mit Früchten aus dem Meer zu tun hat, aphrodisierend ist. Austern gehören zu den bekanntesten Meeresfrüchten. Casanova wurde nachgesagt, dass er über 50 Austern pro Tag gegessen hat, um seine sexuelle Kraft und Ausdauer zu verbessern. Austern besitzen zwar Zink – ein wesentlicher Bestandteil, um die körpereigene Testosteronproduktion und die der Spermien anzuregen. Aber es gibt keine wissenschaftlichen Daten, die belegt haben, dass Austern irgendeinen positiven Effekt auf die Sexualität haben. Doch Glaube kann ja Berge bekanntlich Berge versetzen.

Horn des Rhinozeros

Da das Rhinozeroshorn dem Penis sehr ähnlich sieht, ist man lange davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein Aphrodisiakum handelt. In Asien werden teilweise bis zu 30.000 Dollar und mehr für ein Rhinozeroshorn fällig.

Dieses enthält Keratin, Kalzium und Phosphor – aus diesen Substanzen setzen sich auch Haare oder Fingernägel zusammen! Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich beim Horn des Rhinos also nicht um ein Aphrodisiakum! Wir sprechen uns daher sehr klar gegen die grassierende Wilderei in Afrika und den Handel mit Wildtierprodukten aus!