Was die Veränderung des Lebensstils bei Erektionsstörungen bringt

Wie lässt sich der Lebensstil verbessern, um die gewünschten Erektionen zu haben? Es gibt viele Dinge, die Männer tun können, um ihre sexuelle Funktion zu verbessern. Viele davon haben auch einen positiven Effekt auf die allgemeine Gesundheit. 

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Noch einmal zur Erinnerung: Es ist sehr wichtig, dass das Blut während der sexuellen Erregung ungehindert in den Penis fließen kann. Bei anfänglicher sexueller Stimulation fließt etwa 40 bis 100 Mal so viel Blutvolumen pro Zeiteinheit in den Penis hinein. Das bedeutet, dass der Mann sehr „fitte“ Blutgefäße benötigt.

In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass Männer, die regelmäßig körperlich aktiv sind, eine verbesserte erektile Funktion haben. Stetige körperliche Aktivität führt außerdem dazu, dass das Blut gut in den Schwellkörper hineinfließen kann. Körperlich aktive Männer haben daher ein wesentlich geringeres Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zur erkranken. „Runter vom Sofa“ lautet daher unser Rat an „Couchpotatoes“. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, vor Aufnahme einer körperlichen Aktivität einen Arzt auszusuchen und sein „Go“ einzuholen.

Runter mit überflüssigen Kilos!

Fettleibigkeit hat viele unschöne Auswirkungen. Eine davon ist die Schädigung der Blutgefäße. Die Folge: Bei sexueller Stimulation kann nicht mehr genügend Blut in den Schwellkörper gelangen.

Wissenschaftliche Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass übergewichtige Männer vergleichsweise häufig an einer erektilen Dysfunktion leiden. Wenn sie jedoch überflüssige Kilos loswurden, kam es unter anderem auch zu einer Verbesserung ihrer erektilen Funktion.

Die Reduktion von fetthaltigem Gewebe, insbesondere des Bauchfetts hinter der Bauchmuskulatur, führt auch dazu, dass entzündliche Faktoren reduziert werden und dass sich der Testosteronwert im Blut erhöht. Doch damit nicht genug: Zusätzlich hat das Abnehmen bei vielen Studienteilnehmern dazu geführt, dass weniger Depressionen auftraten und ihre Selbstsicherheit zunahm.

Weg mit den Zigaretten!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Raucher häufiger an einer erektilen Dysfunktion leiden als Nichtraucher. Und je mehr Zigaretten Männer am Tag rauchen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer erektilen Dysfunktion. Außerdem besteht zwischen der Monate bzw. Jahre des Rauchens und der Wahrscheinlichkeit von Erektionsstörungen ein Zusammenhang.

Die gute Nachricht: Die Praxis zeigt, dass Männer, die mit dem Rauchen aufhören, nach einer gewissen Zeit auch eine Verbesserung in ihrer erektilen Funktion verspüren. Wenn das keine Motivation ist!

Gesund essen!

Früchte und viel Gemüse, Nüsse und frischer Fisch: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hat auch auf die erektile Funktion einen positiven Effekt. Mehr dazu unter Ernährung.

Blutzucker kontrollieren!

Traurig, aber wahr: Viele Männer mit Diabetes haben Erektionsprobleme. Denn ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt häufig dazu, dass die Blutgefäße, Nerven und auch das Gewebe im Penis angegriffen und zerstört werden. Generell sind Blutgefäße von Diabetikern häufiger von Arteriosklerose betroffen. Das bedeutet, dass sich Plaques in den inneren Arterien bilden – und das reduziert den Blutfluss oder schränkt diesen teilweise sogar komplett ein. Nervenschädigungen oder auch Neuropathien können ein Zeichen für einen schlecht eingestellten Blutzucker sein. Sie verhindern entsprechende Nervenimpulse vom Penis zum Kopf bzw. vom Kopf zum Penis. Diese Nervenimpulse sind aber entscheidend, um eine gute Erektion aufzubauen. Aber auch die „Informationen“ vom Penis sind entscheidend, dass diese ungehindert ins Gehirn geleitet werden.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann auch dazu führen, das gewisse natürliche chemische Substanzen, die man für die Erektion benötigt – etwa der Neurotransmitter Nitro Oxid(NO) – nicht mehr genügend produziert werden. Die Erektion wird dann schlechter – oder sie bleibt ganz aus.

Diabetes kann auch dazu führen, dass es zu Umbauprozessen in den Strukturen des Penisgewebes kommt. Das Blut wird dann nicht mehr im Panis gehalten werden und fließt zu schnell ab. Teilweise wird gar keine harte Erektion mehr aufgebaut. Daher mein Rat: Kontrollen Sie regelmäßig Ihren Blutzucker!

Runter mit dem Blutdruck!

Ein erhöhter Blutdruck ist eine weitere häufige Ursache für erektile Dysfunktion und sollte daher zum Beispiel medikamentös eingestellt werden. Leider jedoch haben Medikamente wie Diuretika oder Betablocker häufig einen negativen Effekt auf die erektilen Funktion und die Sexualität im Allgemeinen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, mit dem Arzt die Medikamente durchzugehen und zu überprüfen, ob diese möglicherweise sexuelle Nebenwirkungen haben.

Depressionen

Depressionen sind mit einer erektilen Dysfunktion assoziiert. Auch wenn bislang noch nicht nachgewiesen werden konnte, wie diese Bindung zustande kommt. Wohl aber ist es wissenschaftlich abgesichert, dass Männer mit Depressionen oftmals keine Erektionen aufbauen können. Andererseits, was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? 

So konnte auch gezeigt werden, dass Männer, die längerfristig erektile Dysfunktion haben, langsam eine Depression entwickeln. Eine mögliche Lösung ist eine professionelle Therapie der Depression, die dann möglicherweise zu einer Verbesserung der erektilen Funktion führt. Doch Vorsicht! Antidepressive Medikamente wie Selektive Serotonin Reaptik Inhibitoren (SSRI`s) können Nebenwirkungen haben, die sich auf die Sexualität auswirken. Gemeinsam mit dem Arzt muss herausgefunden werden, auf welche Medikamente der Patient anspricht und welche Medikamente nebenwirkungsfrei sind.

Bleiben Sie sexuell aktiv

Männer zwischen dem 55. und dem 75. Lebensjahr, die weniger als einmal pro Woche sexuell aktiv sind, leiden doppelt so häufig an Erektionsstörungen wie regelmäßig sexuell Aktive. Zu diesem Ergebnis kommt eine große finnische Studie. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Regelmäßiger Geschlechtsverkehr beugt Erektionsstörungen vor. Aber auch spezielle körperliche Übungen  – siehe auch Beckenbodentraining]– können vorbeugend wirken.

 

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Potenzkraft: Kostenloses Training

Potenz und Durchhaltevermögen werden insbesondere durch eine trainierte Beckenboden-Muskulatur und eine gute Durchblutung des Penis erreicht. Beides lässt sich mit nur wenigen Minuten Training am Tag erreichen. Hier finden Sie kostenloses Trainingsmaterial!

Vorsicht beim Radfahren

Männer mit erhöhtem perinealen Druck beim Radfahren können an Erektionsstörungen leiden. Das liegt daran, dass der Druck des Sattels die Durchblutung verhindert und langfristig die Infrastruktur des Penis negativ beeinflusst. Mehr zu diesem Zusammenhang und was Sie beachten sollten, finden Sie hier.

Warum das Training nach der Methode „Der beste Sex deines Lebens“ die sexuelle Funktion verbessert

Prof. Sommer hat mit „Der beste Sex deines Lebens“ eine Methode entwickelt, mit der die sexuelle Funktion verbessert und die Sexualität genussvoller erlebt wird.

  • Entspannung. Stress, Ängste oder Erschöpfungszustände führen oft dazu, dass es Schwierigkeiten beim Sexualakt gibt oder dieser nicht befriedigend ist. Das Trainingsprogramm beinhaltet sowohl mental als auch körperlich entspannende Übungen – für den besten Sex überhaupt.
  • Verbesserung des Blutzuflusses am Genital. Durch spezielle Trainingsübungen wird die Durchblutung zum Penis verbessert. Die Durchblutung ist extrem wichtig. Bei der sexuellen Stimulation fließt 40 bis 100 Mal so viel Blutvolumen pro Zeiteinheit in den Penis. Erst dadurch kann eine gute, große und harte Erektion entstehen. Übrigens: Für Frauen ist eine gute Durchblutung ebenfalls wichtig. Denn eine gut durchblutete Vagina bedeutet mehr Gefühl und eine gute Lubrikation.
  • Mehr kardiovaskuläre Gesundheit. Im Training von Prof. Sommer ist ein spezielles Intervalltraining integriert. Es führt dazu, dass die Blutgefäße des Penis und seine Infrastruktur verbessert werden. Obendrein wirkt sich das Training auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem aus. Eine Forschergruppe aus Nordamerika hat die Einflüsse eines solchen Trainings auf das Herz-Kreislaufsystem erforscht. Danach haben 2 x 30 bzw. 3 x 30 Sekunden-Intervalle dieselben metabolischen und Herz-Kreislauf-Veränderungen wie ein kontinuierliches Ausdauertraining von 45 Minuten. Unter dem Strich führen die Potenz-Übungen dazu, dass Erkrankungen wie metabolisches Syndrom, Zuckererkrankungen oder Arteriosklerose verhindert werden oder weniger selten auftreten.
  • Achtsamkeit. Das Training beinhaltet unter anderem auch ein spezielles mentales Training – für mehr Achtsamkeit gegenüber der eigenen Gefühlswelt und dem Ich. Die Übungen helfen der Sexualität und fördern die Freude daran. Probieren Sie es aus!
  • Gelenkigkeit/Beweglichkeit. Wer die Übungen inklusive der Aufwärm- und Abkühlphase (Warm-up / Cool Down) gewissenhaft ausführt, wird beweglicher und gelenkiger. Das kann sich natürlich auch sehr positiv auf die Sexualität auswirken. Wollten Sie nicht schon immer mal neue sexuelle Stellungen ausprobieren?
  • Potenzmuskulatur. Die im Becken verankerte Potenzmuskulatur wird bei den Übungen ebenfalls gezielt angesteuert. Gut zu wissen: Männer, die eine trainierte Potenzmuskulatur haben und diese zu nutzen wissen, können härtere und längere Erektionen aufbauen und intensivere Orgasmen erleben. 

Klingt verführerisch, oder? Wie die Methode funktioniert, körperliche Übungen, Mentaltipps und wie Sie sich am besten ernähren, um den besten Sex Ihres Leben zu erreichen, können Sie im gleichnamigen Buch von Prof. Dr. Sommer erfahren (zum Buch).